Ein Besuch des Museums für Ur- und Frühgeschichte Thüringens war am 22. Januar geplant. Wir hatten uns am Bahnhof in Vieselbach getroffen, um gemeinsam von dort nach Weimar zu fahren. Der Vereinsvorsitzende hatte im Museum Wochenenddienst und wir wollten auch ihm einen Besuch abstatten. Gegen Mittag kamen wir im Museum an und steckten gleich mitten in der Vergangenheit Thüringens. Altsteinzeitfunde aus Bilzingsleben brachten uns etwa 380000 Jahre zurück in die Vergangenheit. Von dort ging es weiter zu den Funden im Travertin von Ehringsdorf. Eine Szene des Lebens dort war anschaulich zu erleben.

 

Von hier wanderten wir weiter durch die Zeit, vorbei an Höhlenbewohnern, und erreichten die Jungsteinzeit. Aus dieser Zeit stammte ein Grab, das man vor einigen Jahren in Hochstedt gefunden hatte. Auch hier war das Leben anschaulich nachvollziehbar, denn wir gelangten in ein jungsteinzeitliches Haus mit Vorratsboden und Webstuhl.

Daran schlossen sich Gräber mit ihren Beigaben aus der Jungsteinzeit an. Bereits hier merkten wir, dass wir die Zeit vergessen hatten, denn wir hatten in einem Restaurant Plätze reservieren lassen. Wir beeilten uns also etwas mehr und besichtigten weitere Zeitepochen. In der Bronzezeit begegneten wir dem Fürstengrab von Leubingen, dass wir vom Hügelfest dort in guter Erinnerung hatten. Auch die Steinsburg in der Eisenzeit war sehr interessant und dann im zweiten Stockwerk das Grab der Fürstin von Haßleben. Oberdorla kannten wir von einem Besuch am Opfermoor vor ein paar Jahren. Am Ende der Ausstellung drehten wir noch eine Runde an der Zeitmaschiene, bevor wir uns auf den Weg in die Innenstadt machten, wo ein Mittagsmahl der Extraklasse auf uns wartete.