Museumsnacht am 20. Mai 2009

Die Museumsnacht 2009 fand wieder am Vorabend des Himmelfahrtstages statt. Nur im letzten Jahr war da eine Ausnahme gemacht worden, weil der Himmelfahrtstag auf den ersten Mai gefallen war. Das Thema der Sonderausstellung in diesem Jahr hieß "Feuer und Wasser". Dieses Thema war relativ schnell gefunden worden, denn in diesem Jahr feierte die Hochstedter Feuerspritze ihren 125 Geburtstag. Das Wasser wurde zum zusätzlichen Thema, weil das Wasserbassin, oberhalb Hochstedts, im Jahr 1909 errichtet wurde und seit dieser Zeit der Wasserversorgung Vieselbachs diente.

Ein entsprechendes Plakat war ausgehangen und Wurfzettel an alle Hochstedter Haushalte verteilt worden. Plakat zur Museumsnacht 2009

Die Zelte, die in diesem Jahr wieder im Hof des B√ľrgerhauses zum Einsatz kamen f√ľllten sich und alle G√§ste erwarteten die Er√∂ffnung der Ausstellung. Unterdessen gab es, wie in jedem Jahr ,Bier, Bowle und Bemme. Das hie√ü dann Bierbowle, Leberwurst- und Fettbrote zum Bier und f√ľr die Kleinen zur Brause.

Geschmeckt muss es wohl haben, wie die Bilder zeigen. Auch das Wetter zeigte sich zunächst gnädig und die Temperaturen lagen im erträglichen Bereich.

Nachdem der erste Hunger gestillt war, wurde es tats√§chlich ernst und die T√ľr des Museums √∂ffnete sich. Nicht nur die Knirpse waren gespannt, was es in diesem Jahr zu sehen gab, auch die Gro√üen. Immerhin

befand sich eines der beiden Geburtstagskinder im Museum - die Feuerspritze.

Diese stand gleich hinter dem Eingang und pr√§sentierte sich mit Feld- und Wiesenblumen geschm√ľckt. Die G√§ste staunten nicht schlecht. Besonders interessant waren f√ľr sie die neuen Tafeln, die erkl√§rten wie die Spritze funktioniert und was die Hochstedter Spritze seit 1884 schon alles durchmachen musste.

Hochstedter Feuerspritze von 1884

Die Bilder aus vergangenen Tagender Freiwilligen Feuerwehr r√ľckten auch wieder in den Mittelpunkt des Interesses. Aber nicht nur die gab es zu sehen. Ganz √ľberraschend tauchten am Abend der Museumsnacht noch Dias auf, welche Aufnahmen zeigten, die w√§hrend der 100 Jahrfeier der Feuerspritze 1984 aufgenommen waren.

Die Spritze wurde damals, von zwei Pferden durch das Dorf gezogen. Deutlich war zu sehen, dass die heutige Stra√üe "Am Waidgarten" noch nicht befestigt war. Der Umzug d√ľrfte sich zu einer Zeit ereignet haben, als die Spritze gerade √ľberholt worden war. Das Bild gibt auch Auskunft dar√ľber, dass die Spritze in den vergangenen 25 Jahren immer wieder zu bestimmten Jubil√§en im Mittelpunkt Hochstedts stand. Vielleicht war dies auch schon in fr√ľheren Zeiten der Fall, nur √ľberliefert wurde es nicht.

Nach dem Umzug 1984 wurde die Spritze 1994 auf dem Sportplatz zu ihrem 110. Geburtstag gezeigt und auch im Jahr 2004 zu ihrem 120. Dieser Geburtstag stand jedoch weniger im Mittelpunkt, vielmehr die Tatsache, dass Hochstedt vor 900 Jahren erstmals urkundlich erwähnt wurde.

Die G√§ste der Museumsnacht, unter ihnen nicht wenige Vieselbacher, vergn√ľgten sich unterdessen weiter, w√§hrend das Wetter erbarmungslos zuschlug und der Himmel seine Schleusen weit √∂ffnete. Was zun√§chst als Nieselregen begann, wurde wenig sp√§ter ein richtig heftiger Guss. Die Hockschter sagen dazu "`s droscht wie aus Kann`n".

Deshalb f√ľllten sich auch die Zelte ziemlich rasch, denn alle die, die drau√üen standen, fl√ľchteten vor der N√§sse von oben. Allerdings bedeutete diese keinesfalls das Ende der Museumsnacht. Nach dem Nass folgte zwar kein Sonnenschein, jedoch Sternenhimmel unter dem die Hochstedter ihre Feuerspritze und das Waserbassin feierten.