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Die Herbstfahrt am 12. Oktober 2019 nach Leipzig fand an einem der späten Sommertage statt – wie man meinen konnte. Das Wetter zeigte sich von der besten Seite und wir konnten bei der Ankunft unseren Kaffee und den Kuchen vom Hochstedter Bäcker genießen. Bis zur Öffnung des Panometers war noch etwas Zeit. Im Süden Leipzigs steht dieses alte Gasometer, welches zum Panometer umgebaut worden war.

Eigentlich standen zwei Gasometer nebeneinander. Vor dem einen, stand eine Skulptur mit dem Namen "Aktion" vom Leipziger  Künstler Otto Berndt Steffen und im anderen war das Panorama installiert. Wie wir schon in Dresden gesehen, hatte man im gewaltigen Rund des Baues ein Panoramabild aufgehangen. Zunächst konnte man sich aber über die Beweggründe des Künstler, Yadegar Asisi, informieren, warum er ausgerechnet dises Motiv gewählt hat.

Im Innenraum angekommen fanden wir uns nämlich in "Carolas Garten" als Winzling im Rasen, inmitten von Blumen, Käfern, Grashalmen, Abfall, Kompost, Vögeln und sonstigen Dingen wieder. Dazu gehörte auch ein vergessenes Spielzeugauto oder eine vorüberfließende Quelle. Carola war eine Mitarbeiterin, die vor einigen Jahren verstorben war. Sie hatte sich tatsächlich in ihrem Garten wohlgefühlt und Kraft für die Arbeit getankt. Der Garten, ihr Garten soll auch an die Mitarbeiterin erinnern. Bevor man in den zentralen Raum mit dem Bild kommt geht man als Winzlich auch noch am Bug der Titanic vorüber - ein Überbleibsel einer anderen Schau des Künstlers.

Das Zentrum des großen Raumes bildete ein Treppenturm. Je höher man kam, desto mehr konnte man im Bild entdecken. Im Garten wechselte auch die Beleuchtung, als der Tag verging und die Nacht hereinbrach. Das Vogelzwitschern verstummte und die Grillen Zirpten nicht mehr bis zur Morgendämmerung.

Die ersten vier und die letzten drei Bilder auf dieser Seite: Mandy Braun - danke!

 


 

 

Wir fuhren vom Gasometer mit dem Bus zu den südlich von Leipzig liegfenden Seen, ehemalige Tagebaurestlöcher. Wir steuerten den Markkleeberger See an.

Im Anschluss ging es zu Wasser weiter. Wir schipperten etwa drei Stunden auf den Seen südlich von Leipzig umher, beim Verzehr von diversen Getränken und einer köstlichen Erbsensuppe mit Bockwurst. Da die Sonne schien, hatten wir es uns auf dem Oberdeck gemütlich gemacht und genossen die Aussicht vom Schiff. Interessant war das Schleusen von einem in den anderen See (Markkleeberger zum Störmthaler See), wobei ein Höhenunterschied von vier Metern überbrückt werden musste.

Anschließend fuhren wir nach Leipzig hinein, wo jeder auf eigene Faust die Stadt entdecken konnte, bevor es zurück nach Hochstedt ging.

Ein schöner Tag mit viel Sonne und blauem Himmel ging zu Ende.

 

Alle Bilder auf dieser Seite von Mandy Braun, außer die ersten drei und die letzten vier - danke!