Die eisige Tage im März stellten die letzte Möglichkeit dar, auch den Kopfweiden an der Brücke im Bach mal wieder einen "Termin beim Friseur" zu verschaffen. Eine entsprechende Korrektur war dringend notwendig, da der letzte Schnitt schon ein paar Jahre zurück lag. Bei strahlendem Sonnenschein wurde Kurzerhand am 20. März die Kettensäge angesetzt und der Schopf verschnitten.

Es hatten sich in den vergangenen Jahren viele dünne Ruten gebildet, einige waren zu dicken Ästen herangewachsen und andere waren abgestorben. Wahrscheinlich ging es beim Neuausbilden der Weidenkrone auch nach dem Motto: "Der Stärkere gewinnt!"

Jedenfalls wurden geeignete Äste vom Rückschnitt in gleichmäßigem Abstand am Wegrand in den Boden gesteckt, um dort in der feuchten Erde eine kleine Weidenallee heranzuziehen. Man könnte dann irgendwann zwischen Kopfweiden und Bachlauf einen kleinen Pfad anlegen. Der restliche Rückschnitt wurde am Bach aufgeschichtet, wo er ein natürliches Rückzugsgebiet für allerlei Kleintiere erzeugte.